Einhand über den Atlantik

IBN 02/2014                        °°°

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Classe Mini „ZickZack mit Timo Seifert

Dieses Rennen ist einzigartig. Es ist die spürbare Lust auf Wassers Schneide zu gleiten, und gleichzeitig anhaltend mühsames und unbequemes Reisen in kompletter Einsamkeit. Paradoxerweise würde diesem Wettkampf ohne diesen Stachel die Würze fehlen.

Ein Segler vom Bodensee hat einen Traum

Timo Seifert steht in Friedrichshafen an Deck seiner Serien-Classe Mini, einem Zero, konstruiert von Marc Lombard. Er hat das Boot vor zwei Jahren von einem Schweizer Eigner gekauft, der damit nur ein Mal zu den Balearen gesegelt ist. Seit dem macht der gelernte Maschinenbautechniker seinen Mini Baujahr 2007 fit für seinen großen Traum – das Mini Transat. Es gab bisher 12 deutsche Teilnehmer, von denen neun das Ziel erreichten. Timo möchte der 13. und natürlich erfolgreich sein.

Er wurde nicht in eine Seglerfamilie geboren. Mit neun Jahren hatte er erstmals die Möglichkeit mit einem alten Optimisten zu segeln. Dieser lag vergessen auf dem Campingplatz, auf dem seine Familie als Dauercamper ihre Ferien verbrachte. Mit 11 Jahren segelte er zusammen mit seinem Bruder eine Gipsy der Grubenwerft, dann einen Mono. Mit 16 stieg er in die Katamaranszene ein, segelte zunächst zwei Jahre lang auf einem A-Cat, dann vier Jahre einen Dart. Nach vier Jahren folgte ein Tornado, den Seifert 15 Jahre lang segelte. Nach einem kurzen Intermezzo auf einer Libera kam er zur First Class 8, mit der er bei vielen Regatten startete. Auf einer Dynamic 35 sammelte er weitere wertvolle Erfahrungen.

In Douarnenez fällt am 13.Oktober 2013 der Startschuss zur 19. Transatlantik-Regatta der Classemini 6.50, der sogenannten Mini Transat. 16 Tage lang haben 84 Skipper, 74 Männer und 10 Frauen aus 14 Nationen darauf gewartet ihr Können an der Pinne unter Beweis zu stellen. Der jüngste Teilnehmer ist 20, der älteste 58 Jahre alt.

Doch ein Teilnehmer wird an diesem Tag nicht dabei sein. Bei der Überführung seines Schiffes kentert er und ertrinkt. Heftige Unwetter setzen die Segler in der Bretagne fest, zu gefährlich ist die Überfahrt nach Puerto Calero auf Lanzarote für die 6,5 Meter langen „Mini“-Boote.

Die Biskaya wird mit heftigen Stürmen und hohem, steilem Seegang ihrem Ruf gerecht und die Etappe muss nach wenigen Tagen abgebrochen werden. Die kleinen Yachten retten sich in verschiedene Häfen. Die Startlinie wird schließlich nach Sada bei La Coruna in Galizien verlegt, wo der Neustart mit inzwischen 30 Tagen Verspätung erfolgt. Auf den geplanten Stop in Puerto Calero wird aus Zeitgründen verzichtet. Vor Lanzarote muss jetzt nur noch eine Tonne gerundet werden. Somit sind ungefähr 3.600 Seemeilen nonstop nach Point à Pitre zu bewältigen.

Wer technische Probleme hat, macht auf Lanzarote Halt. Manche verzichten dort auf die Weiterfahrt, andere verzichten auf den Stop, da sie fürchten, nicht mehr lossegeln zu wollen. Bereits auf der Überführungsetappe nach Sada scheidet der einzige deutsche Teilnehmer, Henrik Masekowitz, der sich intensiv für seine zweite Mini Transat vorbereitet hat, aus. Auf dem rauen Kreuzkurs bricht der Schwenkkiel seines Prototyps. sieben Serienpiloten und vier Prototypen erreichen den Start nicht.

Ein 6,5 Meter-Renner auf dem Bodensee

Wir dagegen begleiten Timo Seifert hinaus auf den See. Es herrscht ruhiges Bodensee-Herbstwetter – dicker Hochnebel, wenig Wind. Der Zero nimmt trotzdem sofort Fahrt auf. Das stark überrundete Großsegel, das zwischen dem geteilten Achterstag am 11 Meter hohen, auf Deck stehenden Mast Platz findet, hat 24 Quadratmeter Fläche.

Dank des eigenwillig anmutenden Riggs, bei dem die unteren Salinge deutlich kürzer sind als die oberen, kann er eine Genua mit 18 Quadratmetern fahren und problemlos dichtholen. Schließlich schwenken wir den aus Aluminium gefertigten Bugspriet aus und setzen einen Code 0 mit 35 Quadratmetern auf einem Endlosroller.

Wie alle Serien-Minis ist sein Zero, ohne Bugspriet und Mechanik der Doppelruderanlage, 6,50 Meter lang und drei Meter breit. Er wiegt 1,1 Tonnen und hat einen feststehenden Kiel von 1,6 Metern Länge und ein vorgeschriebenes aufrichtendes Moment, das einem Gewicht von 45 Kilogramm an der Mastspitze bei 90 Grad Lage entgegenwirkt. Der Großbaum darf nicht über das Heck hinausragen. Sowohl beim Rigg, als auch bei der Besegelung lässt die Klassenvorschrift nicht viel Raum für Experimente. Das Rigg darf nur aus Aluminium sein, die Segel nur aus Polyester. So dürfen auch nur insgesamt sieben Segel mitgeführt werden. Vorgeschrieben ist dabei eine reffbare Sturmfock von vier Quadratmetern in Leuchtfarbe. Ein Trysegel kann, wenn man möchte, zusätzlich mitgenommen werden.

Mit einer Fock von 14 Quadratmetern und zwei Gennakern mit cirka 80 und 50 Quadratmetern ist dann von der Starkwindkreuz bis zum Gleiten im Passatwind alles abgedeckt und der knapp bemessene Stauraum unter Deck vermutlich voll. Die Kajüte hat bei den Serienschiffen mit 1,4 Metern allenfalls Stehhöhe für Zwerge, fällt aber im Gegensatz zu den Prototypen noch sehr großzügig aus. Schlafen kann man, wenn man sich schmal macht, in einer der Seitenkojen. Prototypen, also Einzelbauten, haben die selben Rumpfmaße wie Serienschiffe, dürfen jedoch einen Schwenkkiel von maximal zwei Metern Länge und einen 12 Meter langen Mast fahren. Hier kann der Konstrukteur die Materialien für Rumpf, Rigg und Segel frei wählen. Der innovativen Materialschlacht sind somit keine Grenzen gesetzt.

Erwartungsgemäß kommt Timos Mini bei einem Beaufort Wind aus wechselnden Richtungen nicht ins Gleiten. Also beschließen wir zurück in den Hafen zu fahren. Die Segelsaison geht heute für Timo zuende, die Bastelsaison beginnt jedoch mit einem herausfordernden Programm.

Extreme Herausforderung

Ian Lipinski, Pariser mit polnischem Nachnamen, berichtet vom letzten Rennen:

„Ich bin in Douarnenez gut gestartet. Ich liege an erster Stelle der Serienboote, auf gleicher Höhe mit den schnellsten Prototypen. Die Nacht wird lang und soll zudem sportlich werden. Also beschließe ich, ganz vernünftig, bei 16 Knoten Fahrt den Code 5 zu bergen. Der Wind frischt bereits auf 28 Knoten auf, ich gehe nach vorne als das Schiff plötzlich anluvt und sich flach aufs Wasser legt. Der Gennaker schlägt wie verrückt und ich habe Angst, dass der Gennakerbaum bricht. Ich bekomme die Luvschot nicht frei, sie klemmt am Bug. Ich suche nach einem Messer und befreie den Gennaker. Das Boot bleibt trotzdem flach liegen und das Segel sehe ich hoch am Himmel fliegen. Ich fiere das Fall in der Hoffnung, dass sich das Boot jetzt aufrichtet und ich in den Wind gehen kann. Irrtum! Der Gennaker fliegt jetzt erst recht wie ein Drachen, zig Meter vom Schiff weg. Was jetzt? Ich will das Fall nicht durchschneiden. Das Rennen hat doch erst begonnen. Ich muss eine Lösung finden und ich muss mich beeilen bevor ich den Mast verliere. Ich beschließe meinen Drachen wieder einzuholen. Langsam und mit hohem Kraftaufwand winsche ich ihn zu mir heran. Ich habe schon die ganze Zeit ein dringendes Bedürfnis, aber erst muss der Gennaker weg. Endlich ist er nahe beim Boot und ich fiere das Fall erneut. Ich bekomme ihn jedoch nicht zu fassen und er fällt ins Wasser. Er bläht sich unter Wasser auf und ich bekomme ihn nicht an Bord. Ich beschließe alle Segel zu bergen um Fahrt rauszunehmen. Endlich. Uff, ich habe 45 Minuten verloren aber alles ist heil. Nach dem Setzen von Groß und Fock bin ich immer noch auf Höhe von Justine Mettraux. Das geht ja noch – aber was für ein Blödsinn!

Im weiteren Verlauf des Rennens kentert Lipinsky. In weniger als einer Sekunde hat er sich überschlagen. Das Boot schwimmt Kiel oben und er beschließt seinen EPIRB zu aktivieren und damit einen Notruf über Satellit abzusetzen.

Später wird er von einem Frachtschiff gesichtet. Die Bordwand des polnischen Frachters hebt und senkt sich bedrohlich und das kleine Boot droht, unter den Bug zu geraten, kracht schließlich auf das Boot ohne Lipinsky zu treffen. Die Crew wirft ihm Leinen zu, die er über die Winschen befestigt. Dann werfen sie eine Strickleiter hinunter, die er im dritten Anlauf zu fassen bekommt, um an Bord des Frachters zu klettern.

Das Mini Transat

Als der Brite Bob Salomon 1977 das erste Mini Transat ins Leben ruft, will er eine Alternative zu den extrem teuren Transatlantik – Regatten der damaligen Zeit schaffen. Die Überfahrt im Mini 650 wird zum Labor für technische Entwicklungen, die auf den kleinen Schiffen getestet und später auf den großen Open 60 und den America’s – Cuppern zum Einsatz kommen. Auch der Schwenkkiel wird erstmals auf einem Mini-Prototypen probegesegelt.

Gestartet wird zu Beginn mit Tourenschiffen unter 6.5 m Länge. Der einzige 1977 gestartete Deutsche, erreicht das Ziel auf einer selber umgebauten Waarship 570 und segelt damit das kleinste jemals gestartete Boot. Start ist in Cornwall, gesegelt wird über Teneriffa nach Antigua.

  • 1985 holt ein junger Franzose die Veranstaltung nach Brest. Auf dem Rennen nach Point à Pitre auf Gouadeloupe tauchen die ersten 6,5 m langen und eigens für die speziellen Anforderungen der Atlantiküberquerung konstruierten Schiffe auf. Die Classe Mini 650 wird geboren.
  • 1987 wird zur Organisation des Rennens die Sailing Association 6.50 gegründet und als Qualifikation für die Teilnehmer, das Mini Fastnet Race, bei dem der berühmte Irische Felsen gerundet werden muss, eingeführt.
  • 1991 taucht der erste extrem hochgerüstete Prototyp auf. Ein beweglicher Bugspriet mit asymmetrischem Spinnaker, Schwenkkiel und Carbonrigg setzen neue Maßstäbe.
  • 1993 steht die „Tour de France unter Segeln“ unter einem schlechten Stern. Stürmische Winde zwingen zum Abbruch der ersten Etappe.
  • 2001 bis 2011 führt die Route von Brest nach Salvador de Bahia in Brasilien, was einen Start bereitsim September erlaubt, da man nicht das Ende der Hurrikan- Saison in der Karibik abwarten muss.
  • 2013 kehrt man zu den Ursprüngen zurück.

Harte Qualifikation

In Qualifikationsregatten werden die Teilnehmer mit solchen Erfahrungen und den eigenen Grenzen konfrontiert. Mit einem harten Auswahlverfahren will man die allzu Leichtsinnigen und Verrückten fernzuhalten. Strenge technische Vorschriften kommen hinzu. Nachdem 1999 die Hälfte der Teilnehmer aufgab und zahlreiche Notrufe abgesetzt wurden, reagierte die French Sailing Authority und rief eine zweiteilige Qualifikation ins Leben, eine Hürde, an der schon über hundert Segler gescheitert sind.

Eine Atlantiküberquerung einhand ist keine Spazierfahrt. Die Qualifikationsregatten sollen dem Segler die Möglichkeit geben, seine seglerischen Fähigkeiten zu überprüfen und sollen ihm die Grenzen seiner psychischen Belastbarkeit aufzeigen. Jeder muss mit dem Boot, mit dem er am Transatlantikrennen teilnehmen will, mindestens 1000 Seemeilen in offiziellen Regatten der Classe Mini gesegelt sein. Alleine oder zu zweit, jedoch mindestens eine Regatta davon einhand.

Zusätzlich muss er, ebenfalls mit diesem Boot, einhand einen 1000 Seemeilen langen Qualifikationstörn über eine von zwei definierten Routen absolvieren, davon mindestens 500 Seemeilen nonstop. Im Atlantik das Mini-Fastnet Race und eine Runde im Mittelmeer. Die Wettfahrt kann von jedem beliebigen Ort aus gestartet werden. Nur beendete Regatten werden gewertet.

Timo Seifert hat noch viel zu tun um seinen Mini namens Zickzack atlantiktauglich zu machen. Die Beschläge an Deck sind durchgebolzt. Da das Sandwichdeck sich beim Festschrauben zusammendrückte, sind die Beschläge nicht mehr fest. Das Laminat muss jetzt ausgeschnitten und mit Harz neu ausgegossen werden um eine höhere Festigkeit zu erzielen.

Alle Winschen müssen überholt werden. Um zu verhindern, dass bei Berührung mit im Wasser treibenden Gegenständen, sogenannten UFOs (unidentified floating objekts) die Ruderanlage mitsamt dem Spiegel abreißt, möchte Timo seine Ruder durch Klappruder ersetzen. Der schwenkbare Gennakerbaum erschien Seifert zu filigran, um den Anforderungen einer Atlantiküberquerung stand zu halten. Er modifizierte die Konstruktion bereits nach seinen Vorstellungen. Das stehende Gut ist bereits überholt. Blöcke wurden durch Loops ersetzt. Das Unterwasserschiff und die Kielbombe müssen noch aus Sicherheitsgründen mit Unterwasserfarbe in leuchtorange gestrichen werden. Zusätzlich muss zur besseren Identifizierung der Schiffe aus der Luft, die Segelnummer auch auf dem Deck aufgeklebt werden. Die Elektrik hat er komplett neu und wasserfest installiert. Die Hydraulik für die Autopilotsteuerung wurde im Schiff weiter nach vorne verlegt. Jetzt ist sie besser zugänglich und näher an der Elektrik. Nach dem physikalischen Grundsatz “kurze elektrische und lange hydraulische Wege“ soll sie jetzt eine optimale Funktion garantieren. Für die Stromversorgung muss noch ein Solarpaneel montiert und eine Brennstoffzelle eingebaut werden. Der UKW-Funk wird erneuert, und über die Bundesnetzagentur eine Seefunkstelle beantragt. Diese teilt die Rufnummer des mobilen Seefunkdienstes, die 9-Stellige MMSI (Maritime Mobile Service Identity) zu. Zudem muss er noch das obligatorische automatische Identifikationssystem (AIS) installieren. Eine Rettungsinsel sowie die vorgeschriebene Sicherheitsausrüstung fehlen ebenfalls noch. Zu guter Letzt braucht es noch einige neue Segel.

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Notausstiegsluke im Heck – hier wird auch die Rettungsinsel montiert

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Seifert will starten

Timo Seifert hat das ISAF-Sicherheitstraining im Herbst 2012 vor Moos im Schneesturm bereits absolviert. Im Sommer 2014 wird er seine erste Qualifikationsregatta im Mittelmeer zusammen mit Sebastian Sturm segeln. 2015 ist das Mini-Fastnet einhand geplant, bevor es im Herbst dann ernst wird. Wie bei vielen seiner Kollegen spielt das Budget eine entscheidende Rolle. Bereits der Zeitaufwand scheint ausgesprochen luxuriös. Unter Berücksichtigung des vorgeschriebenen Anreisetermins zur Vermessung, möglicher Startverschiebung, eventueller Flaute, Wartezeit am Ziel und Rücktransport des Schiffs, ergibt sich ein Zeitbedarf von ungefähr 3 Monaten.

Muss man mangels Liquidität einen aus Baumarktteilen gebastelten Generator statt einer Brennstoffzelle einsetzen, sind die Voraussetzungen nicht optimal. Selbst der Rücktransport des Minis von Gouadeloupe entpuppt sich auf den zweiten Blick als ausgesprochen kostenintensiv. Der Aufsatz des Straßentrailers muss nach Point-à-Pitre verschifft werden. Dort wird das Schiff aufgeladen und auf einem Frachter zurück nach Frankreich transportiert. Für die technische Aufrüstung, die Segel, Transportkosten und Meldegebühr rechnet Timo mit Kosten von beinahe 30.000,- Euro. Solche Beträge können eigentlich nur mit Hilfe von Sponsoren aufgebracht werden.

Wer bei der Ankunft in Point à Pitre in die leuchtenden Augen der Mini-Piloten geschaut hat, mag das Glücksgefühl erahnen, das der Sieg über die Naturgewalten und die Einsamkeit den Erfolgreichen beschert.

Mit ein wenig finanzieller Unterstützung wird vielleicht Timo Seifert vom Bodensee bald einer von ihnen sein.

„Körperlich geht es mir gut. Meine Psyche wurde strapaziert. Ich denke, es hilft mir für die Zukunft, aber zu der Zeit war es richtig hart. Ich fuhr los um ehrgeizig zu kämpfen aber das war etwas ganz anderes. Darauf war ich nicht vorbereitet. Man sagt ja, was dich nicht umbringt, macht dich stark und ich habe das Gefühl, dass ich jetzt viel stärker bin.“

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Vorgeschriebene Ausrüstung für die Classe Mini:

  • Eine Rettungsinsel, deren letzte Wartung nicht länger als 6 Monate zurückliegt. Die Verpackung hat reflektierende Streifen. Sie muss sowohl von Deck als auch von innen zugänglich sein und muss durch den Notausstieg passen. Die Befestigung muss so beschaffen sein, dass man sie mit nur einer Hand lösen. und innerhalb von 15 Sekunden. zu Wasser lassen kann. Mindestens ein schwimmfähiges Messer muss in der Nähe der Rettungsinsel befestigt sein.
  • Ein Überlebensbehälter, der durch die Ausstiegsluke passen muss und mit 4 m langem Seil an dessen Ende ein Schnappschäkel oder Griff befestigt ist. Er muss wasserdicht sein und mit der Aufschrift „Survival“, der Bootsnummer und reflektierendem Streifen gekennzeichnet sein. Dieser wird nach Inhaltskontrolle versiegelt und muss bei Ankunft intakt sein.
  • Ein Überlebenswasserbehälter von 10 l Volumen mit 9 l Trinkwasser gefüllt. Er muss, wie der Überlebensbehälter, mit Seil und Aufschrift versehen sein.
  • Trinkwasser in 5 – 10l Kanistern. Zusätzliches Trinkwasser in 2l-Flaschen
  • Ein EPIRB mit gültiger MMSI-Nummer. Muss von innen und außen zugänglich sein. Ein Messer muss in der Nähe installiert sein. Die Batterien müssen für die Dauer der Überfahrt geladen sein.
  • Zwei weiße Handfackeln
  • Ein wasserdichter Überlebensanzug
  • Ein passiver Radarreflektor, 4 Meter über der Wasseroberfläche montiert.
    Ein Verbandskasten mit Sonnencreme, Desinfektionssalbe, Salbe gegen Pilzinfektionen, Salzlösung zur Wundreinigung, Alkohol für die Handdesinfektion
  • Tacker für die Haut und Entferner für die Klammern, 3 Nadeln mit Faden mit Nadelhalter, gebogene Nadel und Zange, selbsthaftende Elastikbinde, verschiedene sterile Kompressen, Leukoplast, Pflaster, Steristrips, Wundheilsalbe, Splitterpinzette, Schere, Sicherheitsnadeln,
  • Starke Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Muskelrelaxans
  • Tabletten gegen Magenübersäuerung, Seekrankheit, Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Magengeschwüre, Abführmittel
  • Antibiotika
  • Tabletten gegen Allergien
  • Augen- und Ohrentropfen, Antibiotische Augensalbe
  • Erste Hilfe Anleitung, kleiner Spiegel
  • Untersuchungshandschuhe
  • Nitroglycerin-Spray für Skipper über 35 bei Angina Pectoris oder Herzinfarkt
  • Fieberthermometer
  • Rettungsdecke
  • Alles ist in Gruppen geordnet in Plastikbeuteln abgepackt in 1-2 wasserdichten Kisten mitzuführen
  • Ein UKW-Sender, mit 25 Watt Leistung. Unterstützung der Teilnehmer über dieses Funkgerät ist, außer zu medizinischen Zwecken, verboten.
  • Ein AIS-Sender. AIS-Empfänger sind verboten.
  • Batterien haben 200 Ah bei 12 Volt. Das Aufladen ist mit Sonnen-, Wind-, Wasserkraft, Benzin oder einer Methanol-Brennstoffzelle erlaubt. Die Batterien müssen vor Auslaufen der Säure geschützt sein.
  • Autopilot mit Fernsteuerung und Gyropilot-Steuercomputer
  • Elektronischer Magnetkompass, Fahrtmesser, Echolot, Windmesser, Thermometer,
  • Radartransponder und Reflektor, GPS ohne Kartenplotter, Tracker vom Veranstalter.
  • Laptops, Handys und Satellitentelefone sind verboten.
  • Obligatorisch ist ein ISAF-Sicherheitstraining, das aus einem theoretischen und einem praktischen Teil besteht.